Lärmschutz an der A 94

Lärmschutz an dem geplanten Streckenabschnitt der A 94 hat absolute Priorität

  • Die geplanten Lärmschutzschutzmaßnahmen der Autobahndirektion Südbayern an der  A 94 im Gemeindegebiet Kirchdorf sind nicht ausreichend. Berechnungsgrundlage ist die  Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes und die Verkehrs-lärmschutzverordnung (16. BlmSchG). Für reine und allgemeine Wohn- und Klein-siedlungsgebiete wurden folgende Immissionsgrenzwerte festgelegt:
     Tag (6-22 Uhr): 59 dB(A), Nacht (22-6 Uhr) 49 dB(A)
  • Sind Menschen regelmäßig einem Verkehrslärm von über 55 dB(A) ausgesetzt, geht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von einem ernsten Gesundheitsrisiko aus.
  • Verkehrslärm macht die Menschen krank. Gesundheitliche Folgen sind Schlafstörungen, Hörschäden, Herz-Kreislauferkrankungen, Tinnitus, kognitive Defizite bei Kindern.
  • Wir fordern, dass bei den geplanten Lärmschutzmaßnahmen folgende niedrigere Grenzwerte angesetzt werden:
    Tag (6-22 Uhr): 55 dB(A), Nacht (22-6 Uhr) 45 dB(A)

Dies ist auch die Forderung des Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Bayern.

  • Die Autobahndirektion hat u.a. als Grundlage zur Berechnung der Lärmschutzmaßnahme, für den geplanten Streckenabschnitt, die Verkehrszählung aus dem Jahr 2015 verwendet.
  • Wir fordern, als Grundlage zur Berechnung der Lärmschutzmaßnahmen die Verkehrs-zählung, die in diesem Jahr (2020) durchgeführt wird, zu verwenden. Dies kommt dem tat-sächlichen Verkehrsaufkommen wesentlich näher. In den letzten Jahren hat sich das Verkehrsaufkommen sowohl bei den Fahrzeugen als auch beim Schwerlastverkehr erheblich erhöht. 
  • Ergeben sich aus unseren Forderungen neue Lärmschutzmaßnahmen, müssen diese im Planfeststellungsverfahren berücksichtigt werden. 
  • Das Beispiel Isentaltrasse zeigt wie wichtig die Errichtung eines wirksamen Lärmschutzes bereits beim Bau eines Autobahnstreckenabschnitts ist. Die Anwohner müssen jetzt für mehr Lärmschutz kämpfen.
  • Für eine spätere Lärmsanierung gibt es keine gesetzliche Grundlage. Es ist eine freiwillige Maßnahme des Bundes und abhängig von der Haushaltslage.
  • Der Verkehrslärm stellt für die Menschen eine erhebliche Umweltbelastung dar. Aus diesem Grund sind zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen entlang des Streckenabschnittes der geplanten A 94 im Gemeindegebiet Kirchdorf unverzichtbar und nicht verhandelbar.
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